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Ein Museumsbesuch

Eines meiner Lieblingsmuseen in Berlin ist das Brücke-Museum (www.Brücke-Museum.de). Ich finde es geradezu einladend, um darin zu verweilen, sich hier und da hinzusetzen und Bilder auf sich wirken zu lassen. Das Licht fällt meist gedämpft zum Teil auch über  Oberlichter hinein und erhellt die Räume in einem besonderem Charme.

Das Museum ist ein Ort, indem es sich lohnt, vom Alltag Pause zu machen, sich Träumen hinzugeben und sich darin zu erfrischen und zu erfreuen. Die Exponate selbst sind kraftvoll, mit kontrastreichen Farben und Formen und durch unterschiedliche Techniken entstanden. Wunderschön anzusehen!  Ganz in der Nähe, mit einem Spaziergang verknüpft, gelangt man zum Jagdschloss und zum Grunewaldsee.

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Kreide-Skizze/1998 P.Tserkesi

Wie Sie eines dieser Werke, vielleicht Ihr Lieblingsmotiv, für sich gewinnen können?

 

Lassen Sie sich inspirieren! Es gibt einen einfachen Trick, schauen Sie sich die Ausstellung ganz in Ruhe an, ganz in ihrem Tempo und auf Ihre Art und Weise. Suchen Sie sich aus all den schönen Arbeiten ein Lieblingsmotiv heraus. Betrachten Sie es ganz genau, achten Sie darauf: wie ist es aufgebaut, welches Format hat es, welche Farben und Formen sehen Sie, haben Formen Umrisse oder nicht, usw…

Schließen Sie dabei immer wieder Ihre Augen und betrachten Sie das Bild vor Ihrem inneren Auge. Wiederholen Sie diesen Vorgang, gehen Sie vielleicht auch ein wenig hin und her,  bis sich Ihr Lieblingsmotiv mehr und mehr in Ihrem Inneren abgespeichert hat und Sie es im Detail beschreiben könnten.  Bleiben Sie dabei ganz bei sich und lassen Sie sich nicht zu einem Foto hinreißen.

Zu Hause angekommen, können Sie Ihr Lieblingsmotiv aus der Erinnerung heraus malen. Schaffen Sie sich einen Platz mit Farbe, Pinsel, Stiften und was Sie sonst gerne nehmen möchten. Trauen Sie sich, Ihr Gesehenes, Ihre Gefühle dazu und Ihre neuen Inspirationen in ein eigenes Lieblingswerk fließen zu lassen,

malen Sie Ihr eigenes „Brücke“- Bild!

..und geben Sie ihrem Bild einen schönen Platz in Ihrem zu Hause.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Liebe darin,

Ihre Panajota Tserkesi

 

 

Loslassen und malen

Ich möchte Sie heute herzlich dazu einladen, sich ein großes Blatt Papier, Pinsel, Stifte und Ihre Lieblingsfarbe(n) zu nehmen.

Lesen Sie sich bitte zuerst  die folgende Zen Geschichte durch und verweilen Sie ein wenig darin .

Sicher werden Ihnen viele Gedanken dazu kommen.

Vielleicht sehen Sie sich  eher in der Rolle des helfenden Mönches, vielleicht kennen Sie aber auch die Rolle des kritisierenden Mönches.

Möglicherweise spielt es keine Rolle… und eigene Geschichten, Bilder und Ereignisse zeigen sich in Ihrem Inneren … Ganz so wie es sein darf und genau so, wie es für Sie richtig erscheint…

Lassen Sie los und fühlen in sich hinein… und nun beginnen Sie Ihr eigenes Bild vom Loslassen zu malen.

Ich wünsche Ihnen eine heilsame Zeit darin und letztlich

ein wertvolles „Loslassen-Bild“.

Ihre

Panajota Tserkesi

 

Zwei Mönche auf Wanderschaft

Zwei Mönche waren auf der Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen breiten Fluss.

Am Ufer angekommen, sehen sie dort eine junge Frau in wunderschönen Kleidern. Offenbar wollte sie über den Fluss, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne ihre Kleider zu beschädigen.

Ohne zu zögern ging der ältere Mönche auf die Frau zu, hob sie auf seine Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf der anderen Flussseite setzte er sie trocken ab.

Die junge Frau bedankte sich voller Freude und ging ihres Weges.

Nachdem der jüngere Mönch auch durch den Fluss gewatet war, setzten die beiden Mönche ihre Wanderung fort.

Nach etwa einer Stunde fing der jüngere Mönch an, den anderen zu kritisieren: ” Du weißt schon, dass das, was du getan hast, nicht richtig war, nicht wahr? Du weißt, wir dürfen keinen nahen Kontakt mit Frauen haben. Wie konntest du nur gegen diese Regel verstoßen?”

Der ältere Mönch, der die Frau durch den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen ruhig an. Dann antwortete er: “Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt – warum trägst du sie immer noch mit dir herum?”

(Geschichte aus Zen frei erzählt)